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Die Gebärmutter und insbesondere die Eierstöcke bestimmen auf wesentliche Weise das ganze Leben der Frau!

Es ist ein Irrtum zu glauben, diese Organe dienen  n u r  zur Familien-planung  und man könne sie einfach entfernen, wenn die Lebensqualität beeinträchtigt ist. 


Sie trägt nicht nur das Werdende, sondern sie spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Arbeit unserer Gehirnfunktionen und ist eng mit dem Nervensystem verbunden. 

Insbesondere in der Zervix werden Substanzen (Prostaglandine) produziert, die das vegetative Nervensystem beeinflussen.
Durch Berührung werden Impulse an das Gehirn weitergegeben und lösen dort weitere Hormonausschüttungen aus.

Innerhalb des monatlichen Zyklus beeinflusst die Gebärmutter die Ausschüttung von Beta-Endorphinen im Gehirn, für das allgemeine Schmerzempfinden (Hirnanhangdrüse) im Körper.
Auch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) produziert Beta-Endorphine, die der Regulierung der Schmerztoleranz dienen.


Sie sind lebenswichtige Organe in jedem Alter und in jeder Lebenssituation einer Frau. Zusätzlich zu ihrer Aufgabe Eier für werdendes Leben bereit-zustellen, sind sie wie eine chemische Fabrik, in der Hormone für die lebenswichtige Körperfunktionen des Organismus produziert werden.

Sie produzieren sogar die gleichen Hormone, die bislang nur den Nieren (Wasserkreislauf) zugeschrieben wurden und kommunizieren mit der Gebärmutter mittels bestimmter hormoneller Substanzen und umgekehrt.

Die in ihnen produzierten Hormone dienen als Grundlage zur Steuerung, Reglung und Kontrolle des Herzschlages und -kreislaufsystems, der Verdauung, des Nerven- und Immunsystems. Sie sorgen für den Schlaf- und Wachrhythmus, Fröhlichkeit und Traurigkeit. Auch der Erhalt, Ab- und Aufbau neuer Knochenzellen sind davon beeinflusst.
Mit den Wechseljahren hört diese Funktion nicht auf. Im Gegenteil! 

Die Gesundheit der Eierstöcke hängt entscheidend von der Funktion der Gebärmutter ab und umgekehrt!

Kurz nach der operativen Entfernung der Gebärmutter, verringert sich die Produktion der Hormone drastisch in den Eierstöcken. Die Blutversorgung der Ovarien wird durch die Abtrennung einer großen Arterie bis auf 50 % eingeschränkt. Ähnliches geschieht auch bei der Sterilisation.

Es ist ein Irrglaube, nach einer Gebärmutterentfernung u./o. Eierstockentfernung reiche ein einseitiger Östrogenersatz als möglichst naturnahe Hormonergänzung aus!


Mögliche Folgewirkungen einer Gebärmutterentfernung und/ oder gleichzeitige Entfernung der Eierstocke werden oftmals nicht sofort deutlich. Schleichend und kaum bemerkbar können sie sich entwickeln
und jahrelang unbemerkt ständiger Begleiter sein. 
Mitunter werden die Beschwerden sogar andersartig diagnostiziert, als das sie als Folge der Organentfernung in Zusammenhang angesehen werden.

Ein Grund dafür liegt darin, das die Hormonreserven je nach körperlicher Konstitution und Belastung nach und nach aufgebraucht werden. Unser Körper besitzt zwar Möglichkeiten der Reservenbildung z.B. in den Nebennieren. Diese können aber je nach Anforderung an das Leben gewaltig ins Wanken geraten. Vor allem dann, wenn der Körper schon geschwächt ist und zur Aufrechterhaltung seiner lebenswichti-gen Funktonen über nicht genügend Kraftreserven verfügt.

Ich habe beobachtet, daß das Alter der Frau zum Zeitpunkt der Operation eine Rolle bei der Entstehung von Symptomen spielen kann.
In meiner Beratung begegne ich Frauen, die viele Jahre nach einer Gebärmutter- und/oder Eierstockentfernung keine oder nur wenig Symptome hatten, wenn die Operation im Alter zwischen 20 und 28 Jahren erfolgte.
Andererseits melden sich Frauen mit gravierenden Beschwerden, die zum Zeitpunkt der Operation Anfang 30 bis Mitte Ende 50 Jahre alt waren.

Nachfolgend sind hier ein paar Beispiele für das Symptomchaos genannt, die auch den Wechseljahresbeschwerden oder PMS (Prämenstruelles Syndrom) ähnlich sein können:

Herz-Kreislaufstörungen, Schwindel, frühes Altern, depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen, Angstzustände, weinerlich, aggressiv, man fühlt sich wie gefangen im eigenen Körper, Haut- und Schleimhautprobleme, Haarausfall, Ödeme, Tinitus, Schilddrüsenfehlfunktionen,  Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Herpes, häufiger Harndrang, Harninkontinenz,  Nasennebenhöhlenentzündungen, Scheidenentzündungen und andere dauerhafte Infekte, Immunschwäche, Übergewicht, Krämpfe in den Beinen und Armen,  Schmerzen im Bereich des Magens, der Galle, Bauchspeicheldrüse, Leber und Darms, Brust- und/ oder Gebärmutterkrebs, Eisenmangelanämie u.a.


Wie kann ich diesen Symptomen begegnen?

Körperliche und psychische Symptome können miteinander verknotet sein und je nach bestehenden Hormonungleichgewicht, weniger intensiv bis hin zur völligen Verzweiflung, das Leben beeinflussen.

Es ist wie mit dem Aufpusseln des Knotens einer Schnur, dessen Anzahl sich nach wiederholtem Gebrauch vermehrt. Zur Auflösung ist eine sorgfältige, behutsame Betrachtung und Untersuchung jedes einzelnen Symptom-Knotens erforderlich.
Beobachten Sie Ihre Symptome genau! Wann und besonders in welcher Zykluszeit treten sie auf, und in welcher Intensität?


Es ist ein Irrglaube, dass Milch und Milchprodukte als empfohlene Kalziumspender Osteoporose vorbeugen. So häufen sich die Diskussionen, daß sie eher Mitverursacher von Osteoporose sind.

Mit der sinkenden Hormonproduktion im Laufe des Älterwerdens nimmt der Knochenabbau zu. Nach einer Gebärmutterentfernung, insbesondere nach der Entfernung der Eierstöcke fehlem dem Körper wichtige Hormone für den körpereigenen Knochenstoffwechsel. Das kann den Knochenabbau verstärken. Östrogene hemmen diesen Abbau zwar etwas, aber nur so lange, wie man sie nimmt.

Wichtig ist die Neubildung von Knochenzellen.  Progesteron (Gelbkörperhormon des Eierstocks), nicht zu verwechseln mit chemisch hergestellten Gestagenen oder Progestinen, ist das Hormon, welches die Knochenzellen (Osteoblasten) stimuliert neue Knochensubstanz aufzubauen.

Progesteron ist zur Vorbeugung und für die Osteoporosetherapie unverzichtbar. Leider haben sich die Lehrmeinungen der Schulmedizin in Deutschland bisher nicht geändert, obwohl es weitreichende jahrelange Studien zu den Erfolgen dazu gibt. 


Insbesondere die Entfernung der Zervix und einer Scheidenmanschette kann sich sehr nachteilig auf das sexuelle Verlangen, der Erregbarkeit, der Scheidenfeuchtigkeit und der Orgasmusfähigkeit auswirken.

Die mit der Zeit nachlassende Hormonproduktion kann allgemein zu gefühlsmäßigen Veränderungen (Gefühlskälte) führen. Natürliche Hormonhilfen, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt, können helfen die Libido wieder anzuregen.


Nach einer Gebärmutterentfernung kann das unmittelbare AUS des 
Schaffens neuen Lebens, in den Vordergrund der Gefühlswelt einer Frau rücken. Insbesondere dann, wenn die Operation im gebärfähigen Alter statt fand. Identitätskonflikte und Schuldgefühle können die seelische Gesundheit stark beeinträchtigen. Viele Frauen erleben sich “nicht mehr richtig als Frau“.

Sprechen Sie Ihren Arzt nach Möglichkeiten einer psychologischen und/oder sexualpsychologischen therapeutischen Unterstützung an!